Die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz (N50° 27.692 E12° 29.511)

Der kleine Ort Morgenröthe-Rautenkranz ist der Geburtsort des ersten Deutschen im Weltall, Sigmund Jähn. Anlässlich seines Welraumfluges 1978 wurde ein Jahr später in Morgenröthe-Rautenkranz eine ständige Ausstellung zum ersten gemeinsamen Kosmosfluges UdSSR–DDR eröffnet. Nach 1990 wurde diese Ausstellung in eine Gesamtdeutsche Raumfahrtausstellung umgewandelt. Seit 1992 wird das Museum durch einen Verein betrieben. Neben der Geschichte der Raumfahrt und Weltraumforschung werden in der Ausstellung auch Originalraumanzügen und Forschungsgeräten ausgestellt. Für Raumfahrt-Fans ist der Besuch der Ausstellung ein unbedingtes MUSS.

Öffnungszeiten
täglich von 10.00 – 17.00 Uhr       (letzter Einlass 16.30 Uhr)

Eintrittspreise
Erwachsene        6.00 €
Kinder (6 – 16 J.)  3.50 €

weitere Preise und Informationen unter:
www.deutsche-raumfahrtausstellung.de/

 

Bikewelt Schöneck (N50° 23.351 E12° 20.605)

Die Stadt Schöneck ist eigentlich vor allem wegen ihrem Skigebiet bekannt und zieht im Winter zahlreiche Winterurlauber an. Im Sommer wird die Skiwelt aber zur Bikewelt Schöneck in der es inzwischen 5 Downhill-Strecken für jeden Geschmack und Fahrradtyp, auch einen Übungsparcour hat die Bikewelt zu bieten. Wer sich den anstrengenden Weg bergauf sparen will, kann hierbei bequem den Sessellift benutzen. Räder und Schutzkleidung können dazu vor Ort ausgeliehen werden.

Öffnungszeiten und Preise findet ihr unter:
www.bikewelt-schoeneck.de/

 

Topasfelsen Schneckenstein (883 m) (N50° 24.793 E12° 27.063)

Was hat das Vogtland mit dem britischen Königshaus zu tun? Ganz einfach: Ein Topas vom Schneckenstein fand Verwendung für die Königskrone!
Topas ist ein Mineral, das optisch an Edelstein erinnert und wegen dem gehäuften Vorkommens in der Region auch als „Sächsicher Diamant“ bezeichnet wird. Der Topas hat häufig eine gelbbraune, farblose, blaue bis rote Farbe und wird wie ein Diamant geschliffen und daher in der Schmuckherstellung verwendet. Im 18. Jahrhundert wurden am Schneckenstein durch die Zeche Königskrone Topase abgebaut, wobei rund zwei Drittel des Felsens abgetragen wurden. Seit 1938 steht der Felsen unter Naturdenkmal und ist ein beliebter Aussichtspunkt. Aber nachdem er immer wieder Ziel von „Hobbymineralogen“ und Plünderern wurde, musste er eingezäunt werden und der Zutritt wurde untersagt. Nach der Wiedervereinigung wurde der Zaun kurzzeitig entfernt, bevor er wieder errrichtet werden musste. Heute ist der Felsen bewacht und nur zu bestimmten Tageszeiten zugänglich.

Ganz in der Nähe befindet sich eine Mineralienausstellung, in welcher unter anderem die Topase vorgestellt werden.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet,
Montag ist Ruhetag.

Eintrittspreise
Erwachsene     5,00 €
Kinder (3 bis 14 Jahre)     3,00 €

Weitere Informationen und Preise unter:
www.schneckenstein.com/mz/

 

Besucherbergwerk Grube Tannenberg (N50° 24.972 E12° 27.574)

In der Lagerstätte Tannenberg wurde seit dem Ende des 15. Jarhunderts Zinnerz gefördet. Anfangs wurde das Erz vorwiegend aus Seifen und im Tagebau gefördert. Die Hochzeit des Bergbaus in dieser Region liegt dabei in den 1950er, wo bis zu 6000 Bergarbeiter tätig waren.
Das Besucherbergwerk ist seit 1996 für Besucher geöffnet und bei einer einstündigen Führung kann der 600 Meter lange Tannenbergstollen besichtigt werden. Dabei wird allerlei Wissenswertes Rund um die Förder- und Bergbautechnik vermittelt. Höhepunkt der Führung ist einer der größten bergmännisch geschaffenen Hohlräumen Sachsens. Der hier abgebaute Greisenkörer I hat einen Hohlraum von  60 m Länge, 100 m Höhe und einer Breite von 30 m hinterlassen. Der durch Grundwasser entstandene See wird mit Tageslicht ausgeleuchtet und hat eine Tiefe von etwa 70 m.

Öffnungszeiten/Führungen
Dienstag bis Freitag jeweils um 10.00, 11.30, 13.00 und 14.30 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag jeweils um 10.00, 11.30, 13.00 und 14.30 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene     4,50 €
Kinder (bis 13 Jahre)     2,00 €

Weitere Informationen und Preise unter:
www.schneckenstein.de/home.shtml

 

Sommerrodelbahn Mühlleithen (N50° 24.184 E12° 29.235)

Ein Spass für jedermann ist die Sommerrodelbahn Mühlleithen. Auf einer 800 m langen Bahn kan man sich alleine oder im Doppelschlitten den Berg „hinabstürtzen“. Dabei durchfährt hab 11 Kurven und eine Schikane bei bis zu 10% Gefälle. Funktionsbedingt kann bei Nässe, Regen oder Schneefall  kein Fahrbetrieb stattfinden.

 

Öffnungszeiten
Montag-Freitag : 13.00 – 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag und Ferien in Sachsen, Thüringen und Bayern: 10.00-17.00 Uhr

 

Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen (N50° 18.569 E12° 19.727)

Von der weltweit kleinsten Geige über die größte spielbare Tuba bis zum  größten Akkordeon gibt es über 3200 Instrumenten aus aller Welt zu  bestaunen. Man kann sich auch selbst an ausgewählten Exemplaren  probieren. Der Besucher erhällt einen Einblick in die 300 jährige Tradition des vogtländischen Musikinstrumentenbaus und in die Vielfalt der Musikinstrumente aus Afrika, Amerika und Asien. Daher sollte man als Besucher mindesten eine Stunde für den Rundgang durch das Museum einplanen.

Weitere Informationen unter:
www.museum-markneukirchen.de

 

Hüttels Musikwerkeausstellung Wohlhausen (N50° 19.070 E12° 20.657)

Mechanische Zithern, Grammophone und Glockenspiele waren einst tonangebend in Wohnzimmern, Wirtshäusern oder auf Rummelplätzen. In der großen Privatsammlung mechanischer Musikinstrumente in Wohlhausen, einem Ortsteil von Markneukirchen,  können Sie auf ca. 90 Quadratmetern etwa 100 Exponate entdecken, darunter Spieldosen, Orchestrions, Kirmesorgeln, einen mechanisch singenden Vogel bis hin zur vier Meter langen Konzertorgel. Alle Instrumente und Apparate sind dabei im spielbaren Zustand. Bei der 40-minütigen Führung werden alle Instrumente vorgeführt.

Öffnungszeiten:
täglich 9-16 Uhr und nach Vereinbarung

Eintrittspreise:
Einzelbesucher: 3 Euro
Kinder: 1 Euro
Gruppen ab acht Personen: 2 Euro pro Person

Weitere Informationen unter:
www.huettel-musikwerke.de

 

Kleinstes Musikinstrumenten-Museum der Welt

(N50° 32.480  E012° 02.620)

In Mehltheuer, bei Plauen, befindet sich das mit 32 m2 kleinste Musikinstrumentenmuseum der Welt. Es erwarten sie über 1500 Raritäten, inklusive 350 historischer Musikinstrumente. Außerdem Vorführungen mechanischer Musikinstrumente, sowie Schauwerstatt für Zupf-, Streich- und Zungeninstrumente.
Das Museum ist täglich von „früh bis abends“ geöffnet. Um eine telefonische Anmeldung unter 037431/4159 wird gebeten. Eine Stunde werden Sie von einem Musikinstrumentenbauer nett unterhalten.

Weitere Informationen unter:
http://www.mehltheuer.de/mehltheuer/teuschler.htm

 

Göltzschtalbrücke (N50° 37.349 E12° 14.628)

Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt befindet sich zwischen Reichenbach und Netzschkau. Sie ist Teil der Eisenbahnstrecke Leipzig –Hof. Die Brücke überspannt mit  insgesamt 98 Bögen auf 4 Etagen das Göltzschtal.

Länge: 574 Meter
Höhe: 78 Meter
Bauzeit: 1846 – 1851

An der Brücke waren max. 1736 Arbeiter zeitgleich im Einsatz, dabei verloren 31 wärend der Bauarbeiten ihr Leben. Für die Brücke wurden über 26 Millionen Ziegelsteine und 17089 m³ Sand verbaut. Die Brücke ist eine reine Eisenbahnbrücke, welche zweispurig befahren wird und kann daher nicht nicht begangen werden. Es gibt aber in der Nähe viele Stellen von denen man einen tollen Blick auf die Brücke werfen kann.

Weitere Informationen unter:
http://www.goeltzschtalbruecke.de/

 

Elstertalbrücke (N50° 33.178 E12° 10.046)

Die Elstertalbrücke ist die „kleine Schwester“ der Göltzschtalbrücke und gilt als die Zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sie befindet sich im wildromantischen Elstertal an der Einmündung der Trieb in die Weiße Elster. Sie ist ebenso Teil der Eisenbahnstrecke Leipzig – Hof und liegt zwischen Jocketa und Röttis.

Länge: 279 Meter
Höhe: 68 Meter
Bauzeit: 1846 – 1851

Für die Brücke wurden über 12 Millionen Ziegelsteine verbaut. Unter der Brücke hindurch führt die Elstertalbahn von Plauen nach Gera. Im Gegensatz zur Göltzschtalbrücke wurden hier nur zwei Etagen und Mittelbögen angelegt, die Brücke kann am Fuß der zweiten Bogenetage über einen Wanderweg begangen werden.

Weitere Informationen unter:
Wikipedia

 

Drachenhöhle Syrau (N50° 32.545  E012° 04. 925)

In Syrau, bei Plauen, befindet sich Sachsens einzige Schauhöhle. Die Drachenhöhle ist eine Karbonatkarsthöhle und wurde am 14. März 1928 bei Steinbrucharbeiten vom Bruchmeister Ludwig Undeutsch entdeckt.

Die Drachenhöhle besitzt eine Vielfalt der verschiedensten Tropfsteine, kristallklare Seen, weiche Lehmformationen und bizarre Sintervorhänge. Besonders bemerkenswert ist eine 50 Zentimeter lange Sinterfahne namens „Gardine“.

Öffnungszeiten:
April – Oktober: täglich von 09.30 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene   6,50 €
Kinder             4,00 €
(4-14 Jahre, unter 4 Jahre frei) 5,50 €
Familienkarte   19,50 €
(2 Erwachsene = Eltern oder Großeltern + 2-3 Ki.4-14 J.)

Weitere Informationen unter:
www.syrau.de/drachenhoehle

 

VOGTLÄNDISCHES GOLDMUSEUM & NATURALIENKABINETT BUCHWALD

(N50° 34.825 E012° 17.165)

Die Besucher werden durch die facettenreiche Sammlung geführt und bestaunen:
– echtes vogtländisches Gold
– Goldfunde aus aller Welt
– vogtländische Edelsteine und Mineralien
– Meteoriten und Bernstein
– einzigartige Großfossilien
– Tierpräparate, Muscheln und Insekten
– Urzeitrelikte und Steinzeitwerkzeuge

Von Mai bis September werden außerdem Goldwaschvorführungen und Goldwaschlehrgänge in der Göltzsch angeboten.

Öffnungszeiten:
Fr, Sa, So von 13.00 bis 18.00 Uhr
und  nach Vereinbarung

Eintrittspreise:
Erwachsene  2 €
Kinder von 6-16 Jahren 1 €
Familien 4 €

Weiter Informationen:  www.vogtlandgold.de

 

Galerie e. o. plauen ( N 50° 29.620 E 012° 08.060 )

Kurt Erich Ohser bekannt unter dem Pseudonym e. o. plauen, war ein deutscher Zeichner und Karikaturist.

Die Vater und Sohn-Bildergeschichten sind bis heute Ohsers bekannteste Werke. Sie handeln von einem Vater und seinem kleinen Sohn, die mit den Problemen des Alltags kämpfen und manchmal auch große Abenteuer erleben. Sie wurden schnell beliebt und sind – wohl auch weil sie mehrheitlich ohne Text auskommen – in vielen Ländern der Welt bekannt.

Am 24.9.2010 wurde die Galerie e.o.plauen in ihren neuen Räumen in der Nobelstraße 7 in Plauen feierlich eröffnet. Im aufwändig aus- und umgebauten Haus, das direkt an das Vogtlandmuseum angrenzt, befindet sich auch das Erich-Ohser-Archiv. Dort haben die e.o.plauen-Gesellschaft und die Erich Ohser-e.o.plauen Stiftung ihren Sitz. In drei Etagen zeigt die Galerie in einer halbjährlich wechselnden Dauerausstellung Werke aus dem vielseitigen Schaffen des Künstlers.

Öffnungszeiten:
Dienstags – Sonntags und Feiertags  11.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene                        5,00 €
Ermäßigung                        3,50 €
Gruppe ab 10 Personen   4,00 €
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei

weitere Informationen: www.e.o.plauen.de

 

FREIZEITPARK PLOHN (N50° 34.035 E012° 23.815)

Der Freizeitpark Plohn (ehemals Erlebnispark Forellenhof Plohn) liegt im Vogtland in der Stadt Lengenfeld.

Der 1996 eröffnete Freizeitpark war der erste in den neuen Bundesländern. Er zählt jährlich knapp 350.000 Besucher. Der Themenpark mit Achterbahnen, Familienfahrgeschäften, Tiergehegen und lebensechten Dinosauriermodellen richtet sich auch schon an kleine Kinder, ohne Altersbeschränkung. Je nach Fahrgeschäft gibt es aber Mindestgrößen und auch ein Mindestalter. Weitere Informationen dazu findet Ihr auf der Homepage.

Öffnungszeiten:
Im Mai gelten noch die Öffnungszeiten der Nebensaison:
Täglich von 10.00 -17.00 Uhr, letzter Einlass: 16.00 Uhr

Eintrittspreise 2018:
Kinder unter 4 Jahren (nur mit Nachweis) freier Eintritt
Geburtstagskinder (für alle Geburtstagskinder von 0-99 Jahren, nur am Geburtstag, mit Nachweis) freier

Eintrittspreise:
Tageskarte Erwachsene 27,00 €
Tageskarte Kinder (4-12 Jahre) 24,00 €

Weitere Kartenpreise findet Ihr auf der Homepage.
weitere Informationen: www.freizeitpark-plohn.de

 

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (N 50° 24.915 E012° 52.950)

Die Amerikaner nannten es »Little Berlin«, dieses Dorf am Ende der Welt, das ebenso wie sein großer Bruder zum Symbol der deutschen Teilung wurde. In Mödlareuth gab es eine Mauer, aber keinen Grenzübergang. Über 37 Jahre lang war es auf legale Weise nicht möglich, die Grenze zu überschreiten, um von den einen in den anderen Ortsteil zu gelangen. Hier war Sperrgebiet auf der einen und Besucherandrang auf der anderen Seite. Hier war es verboten, von Ost nach West zu winken oder zu grüßen.

Eine Grenze mitten durch ein kleines Dorf – die Ursachen liegen in Mödlareuth schon Jahrhunderte zurück. Im Jahre 1810 wurden entlang des Tannbaches neue Grenzsteine gesetzt. Die eingemeißelten Initialen »KB« (Königreich Bayern) auf der westlichen, »FR« (Fürstentum Reuß) auf der östlichen Seite dokumentieren noch heute die Zugehörigkeit Mödlareuths zu verschiedenen Landesherren.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ging der Westteil Mödlareuths in den neu gegründeten Freistaat Bayern, der Ostteil in das Land Thüringen über. Der Tannbach als Grenzverlauf blieb aber weiterhin bestehen, als reine Verwaltungsgrenze, die das Alltagsleben der Mödlareuther kaum beeinträchtigte. Wirtshaus und Schule befanden sich im thüringischen Teil Mödlareuths, zum Gottesdienst ging man gemeinsam ins benachbarte bayerische Töpen.

Das Dorf Mödlareuth stellt heute noch ein »Kuriosum« dar – die eine Hälfte bayerisch, die andere thüringisch. Der Tannbach bildet die Landesgrenze zwischen den beiden Freistaaten Bayern und Thüringen. Unterschiedliche Fahrzeugkennzeichen, Postleitzahlen und Telefonvorwahlen sind äußere Zeichen dieser Verwaltungsgrenze. Zwei Bürgermeister kümmern sich um das Wohl der 50 Einwohner, deren Zugehörigkeit schon am Gruß zu erkennen ist: »Grüß Gott« auf der einen, »Guten Tag« auf der anderen Seite. Doch heute gestaltet man den Alltag wieder gemeinsam, feiert zusammen die Feste.

Nach dem Teilabriss der Mauer am 17. Juni 1990 entstand auf Initiative des Töpener und damit auch für die bayerische Seite Mödlareuths zuständigen Bürgermeisters Arnold Friedrich die Idee, eine Gedenkstätte und ein Museum in dem als »Little Berlin« bekannt gewordenen Ort zu errichten.

Zielsetzung des Museums Mödlareuth ist die Darstellung der Geschichte der deutschen Teilung in ihrer Gesamtheit. Nicht nur Mauer und Stacheldraht, sondern auch die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Aspekte dieser Teilung werden thematisiert und neben allgemeinen Einführungen wenn möglich exemplarisch anhand regionaler und lokaler Beispiele erläutert. Der zeitliche Rahmen beginnt 1944/45 mit der Festlegung der Besatzungszonen und dem Ende des Zweiten Weltkrieges und endet mit der Friedlichen Revolution 1989 und der (Wieder-)Vereinigung 1990 und ihren aktuellen Auswirkungen bis in die Gegenwart. Inhaltliche Schwerpunkte bilden dabei die Themenbereiche Sperranlagen, Grenzüberwachungsorgane, Zwangsaussiedlungen, Grenzübergangsstellen, Illegale Grenzübertritte/Flucht, wirtschaftliche/verkehrstechnische Auswirkungen, Alltag an der Grenze sowie Friedliche Revolution und Wieder-vereinigung.

An diesem für die Geschichte der deutschen Teilung bedeutsamen historischen Ort sind Teile der 700m langen Betonsperrmauer, des Metallgitterzaunes sowie der Beobachtungsturm im Original erhalten geblieben. Die heutige Gedenkstätte verfügt über ein Freigelände, einen Ausstellungsbereich, museumspädagogische Räume sowie eine museale Infrastruktur mit Medienarchiv, Archiv, Bibliothek und Depots und ist auf allen Feldern der klassischen Museumsarbeit (Sammeln, Bewahren, Dokumentieren, Forschen, Vermitteln) tätig. Ihr Zweck besteht darin, ein Zeugnis für die Verbrechen der SED-Diktatur, ein Ort der Erinnerung an die deutsche Teilung und des Gedenkens an deren Opfer sowie ein außerschulischer Lernort für gegenwärtige und zukünftige Generationen im Rahmen der historisch-politischen Bildung darzustellen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag  9.00 – 18.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene:     3,00 €
Ermäßigt:           2,00 €
(Kinder ab 7 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner,Menschen mit Behinderung)
Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei!

Inbegriffen: Zugang zum Freigelände, Besuch der Ausstellungen, Museumskino mit Film »Alltag an der Grenze« (deutsch, englisch und französisch) zu jeder vollen und halben Stunde.

Quelle und weiter Informationen: www.moedlareuth.de

 

Plauener Spitze

Plauener Spitze, ist ein seit 120 Jahren weltbekanntes deutsches textiles Erzeugnis, welches entscheidend die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der vogtländischen Region mit ihrer Metropole Plauen geprägt hat. Plauener Spitzen und Stickereien haben ihre Wurzeln in einer jahrhundertealten Tradition der Herstellung von Textilien in und um Plauen. Plauen ist bereits im 15. und 16. Jahrhundert Zentrum des Tuchmacherhandwerks und der Baumwollweber. Der allmähliche Niedergang dieses Gewerbes führte auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit existentieller Handarbeit zur Stickerei. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Handplattstichstickerei eingeführt, die in der Folge 1880 zur Herstellung der Tüllstickerei führte, Ausgangspunkt für die spätere Bezeichnung Plauener Spitze. 1883 wurden die ersten Schiffchenstickmaschinen aufgestellt. Die Ätzspitze oder auch Luftspitze beginnt unter dem Namen „Plauener Spitze“ ihren Siegeszug um die Welt. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris wird Plauener Spitze am 18. August mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

Die maschinelle Herstellung von Tüll- und Ätzspitze bewirkte einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung für die Stadt Plauen. 1912 erlebt die Plauener Spitze seine Blütezeit. 16.000 Stickmaschinen sind im Einsatz, in Plauen leben 128.014 Einwohner. Großstädtisches Flair bestimmt das Bild der Stadt. Zahlreiche Gebäude zeugen auch heute noch von der einstigen Bedeutung Plauens. Nach 1912 leitet eine Dauerkrise auf lange Sicht den Niedergang der vogtländischen Spitzen- und Stickereiindustrie ein.

Zur Zeit sind über 60 Unternehmen in der Branche tätig. Plauener Spitze ist auf dem nationalen und internationalen Markt wieder gefragt. Das Angebot umfasst Raumtextilien, wie Gardinen und Tischwäsche sowie Produkte der Damenoberbekleidung, Lingerie und Dessous.

Es gibt zwei museale Angebote zu dem Thema.

  

Plauener Spitzenmuseum (N50° 29.645 E012° 08.130)

Seit seiner Eröffnung im Jahre 1984 präsentiert das einzige Spitzenmuseum Deutschlands im Wechsel Erzeugnisse einer einzigartigen Textilbranche und veranschaulicht deren historischen Wandel in Produktion und Gestaltung.

Die breite Produktpalette der Plauener Spitzen- und Stickereiindustrie fand zu allen Zeiten Interessenten und sorgte dafür, den Namen Plauens in die Welt zu tragen.
Handwerkliches Können und künstlerisches Gestaltungsvermögen garantieren für diesen Erfolg.

Seien Sie in unserem Plauener Spitzenmuseum recht herzlich willkommen! Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf die vielen Kostbarkeiten der Ausstellung lenken und hoffen, dass unsere repräsentative Auswahl von historischen Spitzen und Stickereien ebenso wie Erzeugnisse aus aktuellen Kollektionen Ihnen Plauener Spitze näher bringt. Möge der Rundgang durch die architektonischen Räume des Museums dazu beitragen, Ihr Verständnis für ein seit über 100

Jahren weltbekanntes deutsches textiles Erzeugnis zu vertiefen und deutlich werden, dass die Geschichte der Plauener Spitze entscheidend die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der vogtländischen Region mit ihrer Metropole Plauen geprägt hat.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag  10.00 – 17.00 Uhr
Sonnabend + Sonntag   10.00 – 16.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene                              5,00 €
Kinder, Schüler, Studenten   1,00 €

weiter Informationen: hier

 

Schaustickerei (N50° 29.540  E012° 09. 510)

Die Schaustickerei ist eine lebendige Museumsfabrik mit authentischen Arbeitsabläufen der Spitzen- und Stickereifertigung. Dazu laden die bis 1902 erbauten und denkmalgeschützten Wohn- und Manufakturgebäude einer Stickerei im Plauener Stadtteil Reusa ein.

Bei einer Führung durch die Schaustickerei erleben die Besucher, wie die weltweit berühmte Plauener Spitze entsteht. Sie riechen die öligen Apparaturen und hören den Takt der Maschinen.

Öffnungszeiten:
Montag – Sonnabend    10.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene  5,00 €
Kinder   3,00 €

 

Quelle: www.plauen.de
weiter Informationen: http://www.schaustickerei.de